Dienstag, 27. Dezember 2011

ich öffne meine augen. es ist schwer sie offen zu halten. mein kopf schmerzt. ich schaue durch mein zimmer und mir fällt wieder ein was überhaupt wirklich passiert ist. ich realisiere erst einmal gar nicht. ich stehe auf, kämme mir die haare, mache mir was zum frühstück und kann es immer noch nicht glauben. dann, ich lasse mein glas milch fallen und gehe zu boden. ich schreie es aus mir heraus. ich trete auf den boden rum, schlage gegen die wände. mir laufen tränen über die wangen, tausende tränen.
aber für mich geht es weiter und weiter und weiter, weiter, weiter, und weiter ... -auch ohne dich!

Montag, 26. Dezember 2011

was soll ich schreiben?
dass ich enttäuscht bin?
dass ich es hätte wissen müssen?
oder, dass alles ein riesen großer fehler war?

ich könnte viel über uns schreiben. aber ich könnte nicht die worte finden, um dieses gefühl zu beschreiben, welches du mir zur zeit gibst. nein, die gefühle sind zu tief. zu tief in mir drin um sie zum vorschein zu bringen. es schmerzt. jedes mal aufs neue. ich schaue dich an, ich schaue mich an und frage mich, was aus uns geworden ist. war es nicht einmal so schön? es ist uns schon egal geworden, was aus uns passiert.  

Dienstag, 20. Dezember 2011

danke, du mich wieder fallen gelassen hast. süß, zu sehen, wie schnell du mich gehen lassen kannst. du meinst, du würdest es bald akzeptieren. ich könnte es nie akzeptieren. nie nie nie. wie kann man auch nur so was sagen? 'ich werde es akzeptieren.' ich will das nicht mehr, ich kann das nicht mehr, aber akzeptieren? -nie!

Sonntag, 11. Dezember 2011

don't think

hast du es wieder getan? - vielleicht nicht bewusst, aber es war wieder da. dieses gefühl von entttäuschung. du hast mich fallen lassen. unbewusst. wo warst du, als ich dich brauchte? ich saß alleine in meinem zimmer. ja, ich habe geweint. aber ich habe nichts bereut. kein wort, kein schritt, kein augenblick. ich habe auf dich gesetzt. ich habe dir vertraut. alles umsonst? - ich denke nicht. ich habe mit dir geredet, ob du mir zugehört hast weiß ich nicht oder ob du dir es überhaupt zu herzen genommen hast, wie du es meintest. waren deine tränen echt? wird wirklich alles besser?  ich hasse die fragen, ich hasse sie. genauso wie ich dieses gefühl hasse. nichts tun zu können. das leben reißt einen in etwas hinein, was man gar nicht möchte oder überhaupt erwartet hätte. und du lässt mich alleine. war ich nicht immer für dich da? -das spielt keine rolle mehr ..

Freitag, 9. Dezember 2011

wieso fühl ich nur mein herz, wenn es weh tut?

Aufgehört dich zu lieben habe ich nie. Ich habe dich den einen oder anderen Tag weniger geliebt. War gekränkt, verletzt und am Boden zerstört. Aber aufgehört zu lieben? Nein.

Dass du jetzt nicht mehr da bist, schmerzt viel mehr als all das andere. Du hast etwas mitgenommen, was mir gehörte. Jetzt hast du es und trägst es jeden Tag mit dir herum. Ich weiß gar nicht, ob du es noch hast, oder vielleicht längst schon weggeschmissen hast. Spielst du Fußball damit? Oder beschützt du es jeden Tag aufs Neue? Ich spüre es nicht mehr.

Ich habe auch was von dir. Hier bei mir. Es ist immer da und ich beschütze es. Jeden Tag neu. Jeden Tag kämpfe ich dafür, dass es bei mir bleiben kann. Dass ich es nicht hergeben brauch.

Jetzt kommen die Tage, die wir vor einem Jahr gemeinsam gegangen sind. Und sie tun weh. Es tut so sehr weh zu sehen, dass ich alleine die ersten Sonnenstrahlen genießen muss. Ich wünsche dich zu mir, obwohl ich weiß, dass es sinnlos ist.

Wir haben doch schon alles verloren. Wir haben immer wieder alles verloren und doch tragen wir noch immer ein Stück davon bei uns.

Weißt du, du fehlst mir sehr. 


Donnerstag, 8. Dezember 2011

Helden retten die Welt, ich rette mich selbst. Vielleicht wäre ich ein besserer Mensch, in einer besseren Welt. Doch diese Welt ist schlecht & das bin ich auch, hasst mich ruhig - ich hasse euch auch !
Ich will nicht wie der Rest irgendeine scheiße schwäzen - Nein Bruder, ich will mich in dich hinein versetzten!

Wenn diese Welt einfach nervt und du dich im Bett verkriechen willst . Einfach nichts mehr essen und nichts mehr riechen willst. Aus Angst, dass dir von ihm Bilder in den Kopf schießen und manchmal will man sich 'ne Kugel in den Kopf schießen.
Doch in den miesen Tagen kann man nicht davon laufen und bitte glaub mir das wird alles schlimmer vom saufen. Shit, dass ist einfach eine schwere Zeit und ich weiß du hast Angst , dass nur noch diese leere bleibt und die Erinnerung,
Das ist ein schlimmer Punkt in deinem leben, aber schau du bist noch immer jung, grade zwar abgefuckt, du kannst nicht den Scheiß begreifen. Lass einfach noch was zeit verstreichen . 
Und die Leute sagen 'Kopf hoch', es muss weiter gehn.
Bleib nicht stehn , du musst dein Leben weiter leben. Doch wie soll das gehen, wenn du ständig was siehst, dass dich erinnert und du das feeling hast, dass ohne ihn das leben kein Sinn hat. Kopf hoch!

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Durch Zufall lernten wir uns kennen.
Durch Zufall werden wir uns trennen.
Durch Zufall werden wir uns wiedersehen.


Montag, 5. Dezember 2011

Hand auf's Herz, ich hab das Kämpfen satt, ich hab' gesehen, was die Liebe mit den Menschen macht.
Irgendwann heißt es: "Ich hab's nur gut gemeint!"
Wisch' die Tränen weg, du hast genug geweint. 

Danke Welt, du zeigst mir wie wenig ich wert bin.
Zeit ist Geld und kostet lediglich Nerven.
Seltsam, was für Scheiße passiert.
Wenn alles, was du denkst, das dir gehört, einbricht und stirbt.


Ich stell' mir vor, dass es Liebe gibt und sie wartet nun.
Unter Eis verschlossen, hofft auf den ersten Atemzug.
Kennst du das? Diese Stimme die sagt.
"Versager?!" Und du setzt die Klinge zum Arm.


Ich seh' mich selbst. Mein Herz, das schlagende Kackding.
Es ruft:" Benjamin, halt' die Welt an, ich will abspring'n.
Bitte, jemand zeig' mir den Weg!
Ich hab' mein' Kompass verlor'n, mich im Kreise gedreht.


Heiß und gelähmt, hier geht alles schleppend voran.
Hoffnung ist in Stacheldraht und in Ketten gefang'.
Herz aus Gold, Herz aus Stolz.
Wurde zur schwarzen Seele - Herz aus Holz.


Bleib' hier! Bitte bleib'! - Schweig'!
Ich muss dir was zeigen, es ist tief unten, ganz weit.
Ein Schritt, ein Blick.
Ein Gedanke, eine Klinge, eine Träne, eine Hand, ein Schnitt.

'Ne sterbende Taube, sterbender Glaube.
Das letzte gehauchte Wort durch ein sterbendes Auge.
Alle haben die Grenzen verlernt.
Wegen Menschen wie du sind Menschen wie ich Menschen wie er.


Hätte doch wer Licht angemacht in dem Stress.
Es hätte sich keiner gestoßen, keiner verletzt.
Tja, letzte Runde, letztes Bier.
Kalt vor der Tür... wohin geht es jetzt von hier?


Sag' nichts, nimm Abstand, wende dich ab.
Bis hierhin war's gut, hab's nie bis zum Ende geschafft.
Brände sind satt, das Feuer hat die Kinder verbrannt.
Niemand konnte sie retten... falsche Seite, hinter der Wand.


So jung, so zerbrechlich, so zart.
So gnadenlos, so brachial, so stark.
Danke Welt, bin leer, alles ist 'raus.
Der letzte Tropfen im Takt zum finalen Applaus...

Sonntag, 4. Dezember 2011

Jeder hat irgendjemanden,der nie ersetzt werden kann.

 
Wenn ich dich so sehe, weiß ich endlich was ich will. Ich will neben dir aufwachen, deine Gute-Nacht-Sms bekommen. Ich will, dass du an mich denkst, dass du mich vermisst. Ich will deine Nähe, dieses Gefühl. Ich vermisse, dass du dir wünscht, bei mir zu sein. Ich will, dass du mich ansiehst und deine Zukunft in mir siehst.Ich wollt' dich halten, doch war zu jung, zu dumm.
Damals wusste ich nicht was ich will, heute weiß ich es besser . Ich will dich an meiner Seite, mehr nicht.


Ich habe keine Zeit mehr, die zu hassen, die mich hassen. Ich habe keine Zeit mehr mit denen zu diskutieren, die mich sowieso nicht verstehen. Ich habe keine Zeit mehr, denen zu verzeihen, die mich benutzt, verletzt und verleumdet haben. Ich habe keine Zeit mehr für Menschen, die mich nur nett finden, wenn sie mich brauchen. Ich hab auch keine Zeit mehr mir Sorgen über die zu machen, denen ich eh egal bin, denn ich kümmere mich nur noch um die, die mich mögen/lieben. Ich rede mit denen, die mich verstehen, und bin denen dankbar, denen ich wichtig bin . Das Leben nämlich ist viel zu kurz, um es mit Leuten zu verschwenden, die es nicht wert sind.

Ich bin wie ich bin, von den anderen gibts schon genug.

Wenn Du zunimmst, wird gelästert.
Wenn Du abnimmst, besteht Verdacht auf Magersucht.
Wenn Du Dich schön kleidest, bist Du eingebildet. Ziehst Du Dich einfach an, vernachlässigst Du Dich.
Wenn Du weinst, bist du schwach. Wenn Du aber sagst, was Du denkst, bist Du arrogant.
Wenn Du Dich wehrst, bist Du ein Problemmensch. Egal was Du tust, man wird Dich immer kritisieren!
Schau mit Liebe und Verzeih, du bist auch nicht fehlerfrei.
ich habe immer gedacht, dass Träume nicht von Bedeutung sind und nichts weiter als Vorstellungen sind. Doch ich habe begriffen, dass Träume mehr sind. Träume sagen dir, wovor du Angst hast oder was du gerne erleben willst. Träume zeigen dir, wie es in deinem Herzen aussieht - ob es glücklich ist oder unglücklich, wonach es sich sehnt oder wovon es genug hat - Träume sind der Weg in deine Seele, die dir so ihre Wünsche und Ängste mitteilt. Träume bedeuten viel und sind nicht nur Vorstellungen. Träume sollte man ernst nehmen, denn sie kommen von der Seele und dem Herzen und nicht aus dem nichts.
 

Freitag, 2. Dezember 2011

Ich erinnere mich wie es damals war. Eine Stunde, ein Tag, ein Jahr. Die Wunden heilen, der Schmerz vergeht. Ein Teil stirbt doch ein Anderer lebt. Kein Gefühl das du nicht kennst, denn die Wahrheit erscheint oft fremd.
Wenn Tränen fallen und es dem Regen gleicht, wenn du alles hast doch es kaum zum Leben reicht, wenn es so kalt ist dass du fast verbrennst, wenn die Last auf deinen Schultern dir Flügel schenkt, dann ist es Zeit!
Das du erkennst das deine Träume auch mal man schätzt Jemanden erst wenn er verloren geht.platzen, du zwar Freunde findest die dich jedoch häufig auch verlassen. Selbst die treueste Seele die du kennst ist irgendwie befleckt, doch vor dir man überspielt sich's perfekt, dann dann ist es Zeit! Zeit voran zu schreiten ohne Rücksicht auf Verluste. Dreh dich nicht mehr um, man bleibt auch ohne Rücklicht auf der Route, und selbst der dichteste Nebel soll dich nicht aufhalten, wenn du denkst du müsstest auf nen' Traum warten, Dann dann ist es Zeit! Jetzt zu kämpfen, du bist blind wenn du Tränen weinst, wisch' sie weg, bleib kein dummes Kind für die Ewigkeit, denn man wird erwachsen und die Zeiten ändern sich. Sieh nur wie der Zeiger läuft, wenn du's merkst, dann ist es Zeit! Fehler zuzugeben und sie nicht zu wiederholen, denn jedes mal wenn es passiert werfen wir 'nen Blick nach oben, suchen nach nem' Menschen, der dir deine Sorgen trägt, denn man schätzt Jemanden erst wenn er verloren geht.
Wenn Tränen fallen und es dem Regen gleicht,wenn du alles hast, doch es kaum zum Leben reicht,wenn es so kalt ist das du fast verbrennst,wenn die Last auf deinen Schultern dir Flügel schenkt.

Du merkst erst dann wenn deine Clique auseinander bricht, das deine Familie nunmal wichtiger als alles ist, denn nur sie kann deine Werte mit dir teil'n,weil das Band das euch verbindet noch viel härter ist als Stein und auch Frauen gibt es viele und du schenkst ihnen Respekt doch vertraust du auf die Liebe, brichst du, wenn sie dich verlässt, es wird Zeit zu entscheiden Schwester wem du hier dein Herz gibst … Wenn Du erkennst das auch Weniger oft mehr ist!!
Wenn Tränen fallen und es dem Regen gleicht,wenn du alles hast doch es kaum zum Leben reicht,wenn es so kalt ist,dass du fast verbrennst,wenn die lasst auf deinen Schultern dir Flügel schenkt.


jetzt sitz ich hier, ganz allein, du bist weg, hast dein' spaß, auch ohne mich.das lied in meinen ohren passt nicht und ich hör es doch rauf und runter. ich frag mich ob du grad' genau so viel an mich denkt, wie ich an dich. kribbeln im bauch, wenn ich daran denke, dir morgen wieder in die augen sehen zu können. wirst du zurück sehen? wirst du es so tun wie ich? ich werd versuchen dir all meine liebe mit meinen augen zu zeigen, ich werd dich nicht berühren, egal wie fest ich dich drücke, weil es dich nicht so interessiert, wie es mich interressiert. du kannst ohne mich, aber ich nicht ohne dich. ohne dich, ist da dieses loch und diese stille in meinem herzen, das kribbeln im bauch, das bleibt, verzeiht sich ganz selten, lässt mich kaum im stich, du tust es auch nicht, aber bist du nur 1 sekunde, 1 meter, 1 schritt, 1 wort, 1 gedanke weit von mir entfernt, fühl ich mich im stich gelassen wie noch nie. lass mich bitte nie alleine, deine stimme, dein lachen, alles.. lass mich einfach nicht allein, halt mich fest, ich will nie hinfallen und dabei wissen, dass du nicht da sein wirst um mich zu halten und zu trösten, mir meine tränen weg zu wischen und mich zum lachen zu bringen.
Alles was ich weiß, und überall wo ich hingehe. Es wird hart aber es wird meine Liebe nicht zerstören. Und wenn der Letzte fällt und alles gesagt und getan ist. Es wird hart aber es wird meine Liebe nicht zerstören.
Ich bin hier ohne dich, baby.
 

Dienstag, 29. November 2011

time out

Sie sah an sich herab...Sie hatte es schon wieder getan.Ihr Blut floss langsam und klar,wie ihre Tränen.
Sie wunderte sich jedes mal,wieso sie es getan hatte,denn sie wollte es doch gar nicht.
Jedes mal zog ein Gefühl der Hilflosigkeit in ihr hoch und raubte ihr Gedächtnis,so kam es dazu...
Dieses Mal war es noch gut gegangen,das mal davor auch.Doch wie wird es in einem Jahr,einem Monat sein?
es wird von Mal zu Mal schlimmer und sie kann es nicht steuern.
Hatte die es getan,waren die schlimmen Gefühle gestillt,zumindest vorerst...
Sie ging ans Fenster und schaute den langen einsamen Waldweg entlang,sie beschloss es in den Griff zu bekommen.
Doch ihr Wille folgte ihr nicht lange...
Am Abend kam ein Anruf.Angst,Hilflosigkeit,Trauer,Panik.Und wieder floss ihr Blut langsam und klar,wie jedes Mal.
Doch diesmal konnte sie sich nicht mehr fragen,ob es gut gegangen war...

Donnerstag, 24. November 2011

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden, jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden. Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben, ich wünsche dir: Zeit haben zum Leben!



Durchlauft die Straßen  und die Welt durch die ich ging. 

Fühlt die Tränen, erlebt die Schmerzen und spürt die Narben. 

Die Menschen die mir  Versprachen: „ Wir bleiben immer bei dir egal was kommt!“  Und mich dennoch fallen ließen! 

Erlebt die Leute, die  mich dazu brachten heute zu sein wie ich bin. 

Erlebt die Jahre, die Monate, die Sekunden! 

Stolpert über die Steine  über die ich Stolperte und Springt über Felsen über die ich sprang. Steht immer wieder auf und geht genau die  selbe strecke weiter! Genauso wie ich es tat.

Samstag, 19. November 2011

Das Handy klingelt. ich gehe nicht ran. Wenn man auf einen Anruf wartet und dieser nicht kommt, warum andere würdigen. Vielleicht kommt das ersehnte ja genau in dem Moment, in dem man nicht darauf achtet. Nunjua,die Zeit heilt alle Wunder wie Judith Holofernes sang und ich bin alt genug, um zu wissen,dass meine Nummer nie von der person gewählt werden wird,die ich sprechen will. Diese Person ist heimlich aus meinem Leben geschlichen ohne eine Nachricht zu hinterlassen. "Die von Ihnen gewählte Nummer ist nicht erreichbar", sagt mir eine Stimme in zwei Sprachen und ich lege wieder auf. "Wo bist du jetzt?!", trällert Kim Frank in meinem Kopf. Wenn man alleine ist denkt man an die seltsamsten Sachen. Mein Briefe werden - mit einem gelben Zettelchen versehen - wieder zu mir geschickt. "Der Adressat konnte nicht aufgefunden werden", steht darauf. Nunja, wenigstens kein "Er hat deinen Brief verweigert,blöde Kuh".
Der Tag kann also nur besser werden.
Im Radio höre ich die Zeilen: "Ich brenne lichterloh"...
Ja,das mag zu treffen. Ein saurer Cocktail aus Wut, Trauer und einem mir unbekannten Gefühl füllt meinen Magen. "Na,fein! Dann lass es halt. Wirf die Jahre der Freundschaft einfach weg...Viel Spaß,wo immer du dich auch rumtreibst...Wenigstens hat der Streit ein Ende.", sagt mein Gehirn und schüttet noch mehr eiskalte Enttäuschung in meinen Bauch.

ich stelle mir mein leben als Bahnhof vor und er wäre ein Zug, der halt abgefahren ist, mir aber das baldige kommen eines neuen ankündigt.
Das dieser Gedanke schwachsinnig ist,weiß ich selbst. Aber irgendwie muss man sich ja beruhigen. Kurz überlege ich, alle Fotos zu verbrennen. "Das ist er nicht wert", meint der Kopf und in meinem Magen wird es wieder kalt.
Mein Handy klingelt wieder. Ich gehe wieder nicht dran,denn ein Teil meines Herzens hängt immernoch an dem dritten Satz.

Sonntag, 13. November 2011

Ich habe diesen einen Freund. Ich kenne ihn seit der ersten Klasse. Er war der coolste Junge der ganzen Grundschule, weil er jede Pause mit mir verstecken gespielt und mich manchmal von der Schule bis nach Hause gebracht hat, wenn ich Angst hatte allein zu gehen. Später mochte ich ihn nicht mehr so gern. Irgendwann hatte er aufgehört mich nach Hause zu bringen und angefangen mit den anderen Jungen in den Pausen Fußball zu spielen. Wenn er mich gesehen hat, hat er sich weggedreht und mit seinen Freunden geredet. Als ich elf Jahre alt war, ließen meine Eltern sich scheiden. Ich wollte auf keinen Fall, dass sie es einer meiner Freundinnen erzählen. Meine Mutter konnte nicht mit ansehen wie traurig ich war und rief bei ihm an. Er kam vorbei und blieb das ganze Wochenende. Wir lagen auf meinem Bett, schauten fern und er weinte fast genau so viel wie ich. Für jede Werbepause, die ich ohne weinen überstand, erlaubte er mir eine Kugel Schokoladeneis zu essen. Von da an ging er wieder jeden Tag mit mir nach Hause. Die Jahre vergingen. Er kam mit Mädchen zusammen und trennte sich von ihnen, aber ich war immer das Mädchen, das er abends nach Hause brachte. In der elften Klasse saß ich im Deutschunterricht neben ihm. Ich starrte ihn an. Ich sah direkt in seine grünen Augen und verstand auf einmal, was meine Mutter meinte als sie zu mir sagte, dass die Augen das Tor zur Seele seien. In dem Moment wünschte ich mir, dass er mehr als mein bester Freund sei, aber ich wusste, dass er das nicht wollte. Im nächsten Jahr trat er bei einer Schulaufführung auf. Ich saß in der ersten Reihe und lächelte ihn an während er im Rampenlicht stand. Er sah unglaublich schön und glücklich aus und er lächelte zurück. In dem Moment wünschte ich mir, dass er mehr als mein bester Freund sei, aber ich wusste, dass er das nicht wollte. Ein paar Wochen später kam er mit einer Freundin von mir zusammen. Alle erzählten, wie gut die beiden zusammen passen würden. Sie war genau so schön und beliebt wie er. Aber ich war es, die er jeden Tag von der Schule nach Hause fuhr. Einen Abend saßen wir lange zusammen in seinem Auto. Er erzählte mir, dass er gerade die schönste Zeit seines Lebens habe. Ich sah in seine wunderschönen grünen Augen und wusste, dass er die Wahrheit sagte. In dem Moment wünschte ich mir, dass er die schönste Zeit seines Lebens meinetwegen hätte. Ich wünschte mir, dass er mehr als mein bester Freund sei, aber ich wusste, dass er das nicht wollte.
Am nächsten Tag in der Schule mussten wir Aufsätze über das Thema Erste Liebe schreiben. Ich wusste ganz genau, worüber ich schreiben wollte, aber ich konnte es nicht. Als ich meinen besten Freund anschaute, sah ich, wie er meine Freundin angrinste. In dem Moment wünschte ich mir, dass er diesen Aufsatz über mich schreiben würde. Ich wünschte mir, dass er mehr als mein bester Freund sei, aber ich wusste, dass er das nicht wollte. Ein paar Wochen später rief meine Freundin mich an und sagte mir, dass er mit ihr Schluss gemacht habe. Als er mich am nächsten Tag nach Hause fuhr, saßen wir Stunden lang in seinem Auto. Wir redeten über unsere Freunde, über die Schule, über Musik. Er erzählte mir, dass er meine Freundin nie geliebt habe. In dem Moment wünschte ich mir, dass er mir sagen würde, dass er mich liebe. Ich wünschte mir, dass er mehr als mein bester Freund sei, aber ich wusste, dass er das nicht wollte. Die Zeit verging. Nach dem Abitur wollte er ein Jahr nach Kanada gehen. Auf seiner Abschiedsparty saß er neben mir und sagte, dass ich seine beste Freundin sei. Ich sah in seine wunderschönen grünen Augen und gab ihm einen Kuss auf die Wange. In dem Moment wünschte ich mir, dass er mir sagen würde, dass er mich liebe. Ich wünschte mir, dass er mehr als mein bester Freund sei, aber ich wusste, dass er das nicht wollte. Die Zeit verging. Als er wiederkam, erzählte er mir, dass er ein Mädchen kennen gelernt habe, das er heiraten wolle. Er stellte sie mir vor. Als er mich fragte, wie ich sie finden würde, sagte ich, dass sie wunderschön sei. Er erwiderte, dass er die Liebe seines Lebens gefunden habe. Dann drehte er sich um und ging. In dem Moment wünschte ich mir, dass ich die Liebe seines Lebens sei. Ich wünschte mir, dass er mehr als mein bester Freund sei, aber ich wusste, dass er das nicht wollte. An diesem Tag fuhr er mich zum letzten mal nach Hause. Auf seiner Hochzeit saß ich in der ersten Reihe der Kirche. Er stand vorn im Rampenlicht. Wie bei der Schulaufführung sah er unglaublich schön und glücklich aus. Ich lächelte ihn an und er lächelte zurück. Ich sah in seine wunderschönen grünen Augen und wusste, dass sein Lächeln aufrichtig war. In dem Moment wünschte ich mir, dass ich neben ihm am Altar stehen würde. Ich wünschte mir, dass er mehr als mein bester Freund sei, aber ich wusste, dass er das nicht wollte. Mein bester Freund zog mit seiner Frau nach Kanada. Ich blieb zu Hause. Die Jahre vergingen. Heute sitze ich wieder in der Kirche. Es ist seine Beerdigung. Ich erfahre, dass er sich schon nach einigen Jahren von seiner Frau getrennt hat. Unsere Lehrerin aus der zwölften Klasse hält eine Trauerrede. Sie sagt, dass er schon immer wunderbar schreiben konnte. Dann beginnt sie einen Auszug aus seinem Aufsatz in der zwölften Klasse vorzulesen. Meine Erste Liebe: Ich habe dieses Mädchen noch nie angesehen ohne ihr sagen zu wollen, dass ich sie liebe. Ich sehe in ihre wunderschönen grünen Augen und wünsche mir, dass sie mehr als meine beste Freundin ist, aber ich weiß, dass sie das nicht will..